Urlaub Fraueninsel 2017

Urlaub Teil 2 – Fraueninsel und wieder mal überwiegend schlechtes Wetter

12.09.2017 bis 15.09.2017
Nachdem wir die letzten Jahre immer wieder mal auf der Fraueninsel waren, wollten wir diesmal auch auf ihr wohnen. Wie ist das wohl, auf einer kleinen Insel wohnen? Kann eigentlich nicht so schwer sein. An ein paar Sachen muss man sich aber gewöhnen, selbst als Urlauber. Aber dazu später mehr. Die passende Unterkunft haben wir uns bei den letzten Kurztrips bereits angeschaut. Es gibt 2 Hotels (Zur Linde und der Klosterwirt ), diverse Ferienwohnungen und die Pension Neumayer, für die wir uns entschieden haben. Mit eigenem Steeg, Liegewiese direkt am Chiemsee und sieht von außen schon mal sehr einladend aus.

12.09.2017
Bevor wir Richtung Gstadt fuhren, machten wir noch einen Abstecher nach Bad Endorf. Dort wollten wir eigentlich, nach einem kleinen Spaziergang noch für 2 Std. in die Therme gehen. Dies fiel aber dann aus weil wir die erste Erfahrung in Sachen „Inselleben“ erfahren musste. Nach einem Anruf bei Neumayers, bis wann wir denn spätestens einchecken können, wurde uns schon mal mitgeteilt, dass bei schlechten Wetter die Restaurants schon sehr früh schließen. Und es war mal wieder schlechtes Wetter. Aber nach der Therme, Essen gehen, nach Gstadt fahren war auch nicht gut weil wir dann evtl. kein Schiff mehr bekommen würden. Also Planänderung. Geregnet hat es ja nicht. Rund um Bad Endorf sind wir etwas spazierengegangen und dann noch in die Stadt rein. Bietet nichts besonderes aber a bisserl Shopping macht auch spaß. Kurz bevor wir losfahren wollten hat es dann auch mal wieder angefangen zu regnen. Also mal wieder alles richtig gemacht.

Was wir erst nicht wussten, als wir in Gstadt ankamen, parkt man direkt am Steeg kostet es relativ viel Geld. Es gibt aber noch einige andere, größere Parkplätze die viel günstiger sind. Man muss nur ein paar hundert Meter laufen. Je weiter weg desto günstiger.

Mit Koffer und Rucksack bebackt dann mit dem Schiff zur Fraueninsel rüber. Von dort dann ca. 300m weiter zu Fuß und wir standen vor der Pension Neumayer.
Vom Balkon aus hatte ich einen wunderbaren Blick zu alten Tassilolinde und auf den Chiemsee. Sogar Herrenchiemsee konnte ich sehen. Die Zimmer sind einfach aber sauber und alles da was man braucht.

Wir haben es am Abend dann gerade noch so geschafft etwas zum Essen zu bekommen. 10min später haben die die Küche dann schon dicht gemacht.

Am nächsten Tag, 13.09.2017 Wetter war zwar trocken aber kalt und keine Sonne in Sicht. Wir sind Richtung Aschau gefahren, von dort dann mit der Seilbahn zur Kampenwand hoch. Mann hatte es dort oben einen Wind. Gut, dass ich meinen neu erworbenen Schlauchschaal von Berchtesgaden dabei hatte. Ohne den hätte ich mir die Ohren abgefroren.

Von der Seilbahn aus geht es anfangs etwas steiler noch nach oben aber dann läuft man fast immer ziemlich eben entlang bis zur Steinlingalm und Steinlingkapelle. Von dort kann man dann zum Gipfelkreuz aufsteigen. Laut Beschilderung in 45min. Ich meine, eine sportliche Zeitangabe, geht es doch permanent steil bergauf und nicht ganz ungefährlich.

Auf dem Weg zu Kapelle hat man immer einen total weiten Blick ins Land. Auch der Chiemsee ist in voller Größe zu sehen und unsere heißgeliebte Fraueninsel.

Ins Tal sind wir dann gelaufen über die Schlechtenbergalm und Gorialm. Hier sind wir noch einmal eingekehrt. Super nette Wirtsleute und nette kleine Schmackerl gibt es hier. 50% vom Weg ist eine asphaltierte Strasse. Nicht ganz so angenehm für die Knie. Der Rest führt dann durch den Wald und ist gut zu laufen.

Da noch Zeit war, sind wir noch nach Aschau ein. Eine nette Stadt mit ein paar Läden links und rechts an der Hauptstrasse entlang. Einen kleinen Park mit Fluss gibt es auch. Hier kann man auch noch mal 1-2 Stunden Zeit verbringen. Vorallem wenn man sich die vielen Bänke anschauen will. In Aschau selbst und drumherum stehen ca. 200 „Themenbänke“. Das muss man gesehen haben (ein paar Bilder sind in meiner Bildergallery). Das sind also Sitzbänke die in der Stadt vor Geschäften stehen und immer zum Geschäftsmodell passen. Zudem gibt es z.B. den Bankerlweg zum Entschleuningen an dem auch 20 Bänke stehten. Sehr sehenwert wie aufwendig viel „Bankerl“ gebaut wurden. Jede Bank hat auch Ihren eigenen speziellen Namen. Super fand ich auch die zweigeteilte Bank mit dem Namen „Mitten drin“ wo in der Mitte ein Rollstuhlfahrer platz findet. Es gibt hier sogar ein Faltblatt wo sich die „Bankerl“ genau befinden.

14.09.2017 was für ein super schöner Morgen. Strahlendblauer Himmel und die Sonne scheint, mal zur Abwechslung. Frühstück bei Neumayers ist ok. Alles da was man braucht. Man sitzt mit den anderen Gästen in einer kleinen Stube zusammen. Hier kamen dann auch gleich interessante Gespräche auf.

Frau Neumayer hat uns beim Frühstück einiges über das Inselleben erzählt. Super interessant. Wenn jemand dringend einen Arzt benötigt dann kommt autom. der Helikopter und landet auf dem Fußballplatz neben der Linde. Internet ist schlecht verfügbar und zu teuer um ein Kabel durch den Chiemsee zu ziehen. Der Postboote bringt nur die Briefe und kommt jeden Tag, samt Auto mit der Fähre rüber. Größere Paket müssen von den Bewohnern an Land abgeholt werden. Dafür gibt es eine zentrale Ablagestelle.

Nach dem Frühstück zeigten sich schon die ersten Wolken wieder. Also erst mal einen ausgiebigen Spaziergang um die Insel. Das schöne Wetter muss man mitnehmen.

Neuerdings gibt es auf der Insel auch wieder einen kleinen Tante Emmaladen. Dort bekommt man viele Artikel die man vielleicht vergessen hat mitzunehmen. Die Inselbewohner selbst kaufen dort auch ein und einen Kaffee kann bei der Gelegenheit auch gleich trinken.

Wir sind dann aufs Festland und nach Österreich rein, Richtung Walchsee. Das schlechte Wetter hat uns dann mal wieder eingeholt und es fing auf dem Heimweg an zu regnen. Was für ein verregneter Urlaub.

15.09.2017 fing der Morgen wie am Vortag mit viel Sonne an. Leider konnten wir auf der Terasse nicht frühstückigen. Es ging noch einmal quer über die ganze Insel und dann zurück aufs Festland mit Koffer. Urlaub leider zu Ende.


Auf dem Rückweg machten wir noch einen Abstecher zum Kloster Seeon.

 

Was für ein Urlaub, Regen, Regen, Regen und kalt war es obendrein. Nur ein paar Mal konnten wir vormittags die Sonne genießen oder draußen Frühstücken. 2018 wird bestimmt besser oder doch in den Süden fliegen?

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