Nach längerer Suche war es endlich soweit: Ein neuer Opel Astra musste her – und es ist wieder ein Astra geworden, diesmal das K-Modell in Schwarz. 145 PS, Automatikgetriebe, als Jahreswagen. Die Abholung führte uns nach Kelheim in Niederbayern, und da man schon mal in der Gegend war, haben wir die Gelegenheit genutzt und noch einen Ausflug zur nahegelegenen Befreiungshalle gemacht.
Befreiungshalle Kelheim
Die Befreiungshalle thront auf dem Michelsberg hoch über Kelheim und ist schon von weitem zu sehen. Das imposante Rundgebäude wurde von König Ludwig I. als Denkmal für die Befreiungskriege gegen Napoleon (1813–1815) in Auftrag gegeben. Grundsteinlegung war 1842, geplant zunächst von Friedrich von Gärtner – nach dessen Tod vollendete Leo von Klenze den Bau. 1863 wurde die Halle schließlich eingeweiht. Im Inneren bilden 34 überlebensgroße Siegesgöttinnen aus weißem Carrara-Marmor, die sich an den Händen fassen, einen beeindruckenden Ring – leider war der Innenbereich bei unserem Besuch wegen Renovierungsarbeiten nur eingeschränkt zugänglich. Das Wetter spielte an diesem Tag ebenfalls nicht mit; später setzte auch noch Regen ein.
Rückfahrt über Abensberg: Der Kuchlbauer Turm
Auf der Heimfahrt haben wir einen Abstecher nach Abensberg gemacht – und das hat sich gelohnt. Mitten in der Stadt, auf dem Gelände der Weißbierbrauerei Kuchlbauer, steht der markante Kuchlbauer Turm: ein buntes, verspieltes Bauwerk nach den Entwürfen des österreichischen Künstlers Friedensreich Hundertwasser (1928–2000). Hundertwasser verstarb, bevor der Turm fertiggestellt werden konnte; posthum nach seinen Plänen realisiert, wurde er 2010 eingeweiht. Bunte Keramikmosaike, organisch-unregelmäßige Formen, Zwiebeldächer und eine vergoldete Kugel an der Spitze – der Turm ist ein typisches Beispiel für Hundertwassers Architekturphilosophie, die gerade Linien und Gleichförmigkeit ablehnt. Auf jeden Fall einen Stopp wert.
Tipp: Kuchlbauer Turm in Abensberg
Der Turm ist Teil eines größeren Hundertwasser-Ensembles rund um die Kuchlbauer Brauerei – inklusive Besucherzentrum und Biergarten. Wer Hundertwassers Handschrift mag, sollte ausreichend Zeit einplanen, um das gesamte Gelände zu erkunden.







